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Apple wird iPhones bei Zahlungsverzug aus der Ferne sperren

23.07.2026 / 14:20
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In der Beta-Version von iOS 27 wurde ein neuer Mechanismus entdeckt, der es Apple und Finanzpartnern ermöglichen soll, die Funktionen eines iPhones einzuschränken, wenn ein Nutzer die Zahlungen aus einem Leasing- oder Finanzierungsvertrag nicht mehr leistet. Entdeckt wurde die Funktion von Forschern von 9to5Mac bei der Analyse des Betriebssystemcodes. Die Funktion wurde bisher nicht offiziell angekündigt, ihr Auftauchen fällt jedoch mit Gerüchten über den Start eines neuen Apple-Upgrade-Programms zusammen, das es ermöglichen soll, Geräte des Unternehmens mit monatlicher Zahlung langfristig zu mieten.

Was genau in iOS 27 entdeckt wurde

Im Systemcode wurde ein neuer Mechanismus namens App Managed Features gefunden. Er ermöglicht es einer Bank- oder Finanz-App, das Gerät zu registrieren und den Vertragsstatus regelmäßig zu überprüfen. Verstößt der Kunde gegen die Zahlungsbedingungen, kann das iPhone automatisch in einen speziellen Restricted Mode («Einschränkungsmodus») wechseln.

Nach der Aktivierung des Modus werden die meisten Apps nicht mehr verfügbar sein.

Weiter funktionieren nur die wichtigsten Dienste:

- Telefon;

- Einstellungen;

- Wallet;

- App Store;

- Gesundheit;

- Passwörter;

- Uhr;

- Lupe;

- spezielle Bedienungshilfen.

Außerdem deutet der Code darauf hin, dass einige Apps, die mit Sicherheit oder besonders wichtigen Benachrichtigungen verbunden sind (zum Beispiel Nachrichten oder medizinische Dienste), ebenfalls verfügbar bleiben könnten. Die Entscheidung darüber könnte jedoch der Finanzpartner treffen.

Abonnements werden weiterhin abgebucht

Eine der umstrittensten Eigenschaften des neuen Systems ist, dass die Einschränkungen die App-Store-Abonnements nicht betreffen.

Wenn der Nutzer beispielsweise für Cloud-Speicher, einen Musikdienst oder eine professionelle App im Abonnement bezahlt, wird das Geld weiterhin automatisch abgebucht, selbst wenn der Zugriff auf die App wegen Zahlungsverzugs gesperrt wurde. In der aktuellen Implementierung von iOS 27 sieht der Mechanismus keine automatische Beendigung solcher Abonnements vor.

Auch verkaufen oder zurücksetzen lässt sich das iPhone nicht

Im Code wurde außerdem ein neuer Typ der Aktivierungssperre gefunden — Partner Finance Lock.

Seine Aufgabe besteht darin, den Besitzer daran zu hindern, das Gerät vor der vollständigen Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen abzugeben. Selbst nach einem vollständigen Zurücksetzen der Einstellungen oder einer Wiederherstellung der Firmware soll diese Sperre bestehen bleiben, was den Weiterverkauf des Geräts oder den Versuch, es als Ersatzteilspender zu zerlegen, deutlich erschweren würde. Das System ist dabei in den Dienst «Wo ist?» (Find My) integriert. Nach den vorliegenden Informationen erhalten Finanzorganisationen jedoch keinen Zugriff auf den Standort des Nutzers.

Wann die Sperrung erfolgt

Interessant ist, dass im Code keine feste Anzahl verpasster Zahlungen festgelegt ist.

Die Entscheidung, das Gerät in den eingeschränkten Modus zu versetzen, soll direkt der Finanzpartner treffen — also die Bank oder das Unternehmen, das die Ratenzahlung oder das Leasing anbietet. Die Bedingungen können daher je nach Vertrag unterschiedlich sein.

Warum Apple ein solches System einführt

Das Auftauchen der neuen Funktion wird direkt mit den Vorbereitungen für das Apple-Upgrade-Programm in Verbindung gebracht.

Bloomberg zufolge und nach Informationen, die in iOS 27 gefunden wurden, könnte Apple vom klassischen Gerätekaufmodell abrücken und stattdessen ein Modell einführen, das an Autoleasing erinnert. Der Nutzer würde monatlich einen geringeren Betrag zahlen und könnte das Gerät nach Ablauf der Laufzeit kaufen, zurückgeben oder gegen ein neues Modell eintauschen. Die Finanzierung soll voraussichtlich gemeinsam mit Klarna erfolgen.

Für Apple würde ein solches Modell die finanziellen Risiken senken, da das Unternehmen ein Instrument zur Fernkontrolle von Geräten erhält, für die keine Zahlungen mehr geleistet werden.

Was das für Nutzer bedeutet

Experten weisen darauf hin, dass eine solche Praxis von Mobilfunkanbietern und Finanzorganisationen bei Android-Geräten in mehreren Ländern bereits seit Langem angewendet wird. Für Apple wäre dies jedoch einer der strengsten Kontrollmechanismen für Geräte, die im Rahmen eines Finanzierungsprogramms gekauft wurden.

Wichtig ist jedoch, dass es sich derzeit ausschließlich um Code handelt, der in der Beta-Version von iOS 27 entdeckt wurde. Apple hat die Funktion noch nicht offiziell vorgestellt, und ihre Funktionsweise sowie die Nutzungsbedingungen können sich bis zur endgültigen Veröffentlichung des Betriebssystems ändern. Außerdem betrifft der mutmaßliche Mechanismus Geräte, die über Finanzierungs- oder Leasingprogramme erworben wurden, und nicht iPhones, die von ihren Besitzern vollständig bezahlt wurden.

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