Arıklı: Ich werde mich vor Gericht verantworten, wenn meine Schuld an der Katastrophe der Filo Jet festgestellt wird
Der Vorsitzende der Partei der Wiedergeburt (YDP), Erhan Arıklı, der nach dem Untergang der Fähre Filo Jet von seinem Amt als Minister für öffentliche Arbeiten und Verkehr der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ) zurückgetreten war, erklärte, dass er bereit sei, sich vor Gericht zu verantworten, falls die Ermittlungen seine Schuld oder Fahrlässigkeit feststellen.

Er veröffentlichte die Erklärung am 18. September in den sozialen Medien. Seinen Angaben zufolge müssten die Umstände der Katastrophe vollständig aufgeklärt werden, und alle Verantwortlichen müssten sich vor dem Gesetz verantworten. Arıklı erinnerte daran, dass er sich mit den Familien der Verstorbenen getroffen und ihren Schmerz und ihre Erwartungen direkt gehört habe.
Er teilte außerdem mit, dass er sich am Tag nach dem Unglück an das türkische Ministerium für Verkehr und Infrastruktur gewandt und darum gebeten habe, ein Untersuchungsteam für Unfälle nach Nordzypern zu entsenden.
Arıklı erklärte gesondert, warum er nicht bei den Gerichtssitzungen erscheint: Er wolle nicht, dass die unabhängige Untersuchung in einen politischen Streit ausarte und den Schmerz der Familien verstärke. Wenn er vorgeladen werde, werde er jedoch erscheinen, betonte er.
Die Fähre Filo Jet sank am 30. August kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen von Kyrenia auf dem Weg ins türkische Taşucu. Die meisten Menschen an Bord wurden gerettet, 14 Menschen kamen ums Leben. Arıklı wurde am 2. September entlassen. Danach verloren mehrere weitere Beamte des Verkehrsministeriums und der Hafenverwaltung ihre Posten, während die YDP aus der Regierungskoalition austrat.
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