Rettungsschiff aus Çanakkale unterwegs zur Fähre vor Girne in 514 Metern Tiefe
Der Premierminister der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ), Ünal Üstel, teilte mit, dass von Çanakkale ein Rettungsschiff mit Ausrüstung für Tiefseeoperationen zur Passagierfähre Filo Jet ausgelaufen ist, die vor Girne gesunken ist und in einer Tiefe von rund 514 Metern liegt. Die Unglücksstelle soll am Nachmittag erreicht werden.

Nach Angaben Üstels wurde beim Abgleich der Passagierlisten mit den Namen der Geretteten festgestellt, dass 20 Menschen als vermisst gelten. Zuvor hatten die Behörden von 17 und später von 18 Vermissten gesprochen. Acht Menschen kamen ums Leben, alle wurden identifiziert, und die Leichen werden bereits an die Familien übergeben.
Ziel der Tiefseeoperation ist es, die gesunkene Fähre zu untersuchen und festzustellen, ob sich Menschen im Inneren befinden. Die gewonnenen Daten sollen nach Abschluss der Arbeiten veröffentlicht werden.
Die Suche läuft rund um die Uhr: Beteiligt sind die Polizei, die Sicherheitskräfte und die Friedenstruppen; das Suchgebiet wurde durch See- und Luftfahrzeuge erweitert. Die Türkei unterstützt die Suche mit Schiffen, Hubschraubern, Flugzeugen und Rettungsteams. In der Nacht wurden zusätzliche Kräfte hinzugezogen.
Die geretteten Verletzten wurden auf vier Krankenhäuser verteilt: das Dr.-Akçiçek-Krankenhaus und das Militärkrankenhaus in Girne, das staatliche Dr.-Burhan-Nalbantoğlu-Krankenhaus sowie das Krankenhaus der Near East University in Lefkoşa. Im Krisenzentrum im Touristenhafen von Girne traf Üstel mit den Angehörigen der Vermissten zusammen. „Unser Schmerz ist sehr groß“, sagte der Premierminister.
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