Schiff mit 267 Menschen an Bord vor der Küste von Girne gesunken
Vor der Küste von Girne in Nordzypern ist am 30. August ein Passagierschiff des Unternehmens Filo Denizcilik gesunken. Nach Angaben des Ministers für öffentliche Arbeiten und Verkehr der Türkischen Republik Nordzypern, Erhan Arıklı, befanden sich 259 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder an Bord. Die Rettungsaktion dauert an.

Der Katamaran FiloJet mit einem glasfaserverstärkten Rumpf ist für 346 Passagiere ausgelegt. Das Schiff lief aus dem Hafen von Girne aus und kenterte etwa 2 km vor der Küste in der Nähe des Strands Diana Beach. Nach vorläufigen Angaben begann Wasser in den Bug einzudringen; der Kapitän versuchte, zu drehen und in den Hafen zurückzukehren, konnte dies jedoch nicht rechtzeitig tun. Eine offizielle Ursache für den Vorfall gibt es bislang nicht.
Der Bürgermeister von Girne, Murat Şenkul, teilte mit, dass sich insgesamt etwa 270 Menschen an Bord befanden, und bezeichnete die Lage als sehr ernst. An den Rettungsarbeiten beteiligen sich Boote der Küstenwache, das Schiff Express des Unternehmens Akgünler, Schiffe anderer Passagierunternehmen sowie private Yachten und Ausflugsboote, die im Hafen von Girne lagen.
Zum Unglücksort wurden Krankenwagen und Polizeikräfte entsandt. Gegen 13:30 Uhr wurden alle Rettungsdienste und Krankenhäuser der Region, insbesondere in Girne, in erhöhte Bereitschaft versetzt. Ministerpräsident der Türkischen Republik Nordzypern Ünal Üstel und Minister Arıklı trafen am Unglücksort ein.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lagen keine Angaben zur Zahl der Geretteten oder der Todesopfer vor. Der Bürgermeister von Girne rief die Einwohner dazu auf, auf Veröffentlichungen zu verzichten, die für zusätzliche Informationsgeräusche sorgen.
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