Krise auf der Deponie Güngör: Umweltschützer warnen vor wachsender Gefahr neuer Brände
Der ehemalige Vorsitzende des Biologenverbands, Hasan Sarpten, erklärte, der jüngste Brand auf der Deponie für feste Siedlungsabfälle in Güngör im Norden Zyperns sei kein Einzelfall, sondern ein Vorbote einer weitreichenden Umweltkrise infolge des Versagens im Abfallmanagement.
Die wichtigsten Probleme der Anlage nach Angaben des Experten:
• Scheitern der Modernisierung: Vor 10 Jahren finanzierte die EU die Schließung der alten Deponie Dikmen und den Bau einer modernen Anlage in Güngör. Der Staat habe jedoch seine Verpflichtungen nicht erfüllt, und die Situation kehre zum früheren Chaos zurück.
• Mangelnde Kontrolle: Die Anlage steht formal unter der Verwaltung des Innenministeriums und der Aufsicht des Umweltministeriums, wird faktisch jedoch von einem privaten Unternehmen kontrolliert. Wegen ausbleibender Zahlungen stellte die Firma in der vergangenen Woche die Müllannahme ein, woraufhin der vorhersehbare Brand ausbrach.
• Risiken und Kritik an den Behörden: In Güngör fehlen ein Abfallmanagementplan und eine ordnungsgemäße Prüfung. Sarpten bezeichnete die neue Initiative der Behörden, eine Ausschreibung für die „Stromerzeugung aus Müll“ auszurufen, als auf kommerziellen Gewinn (rant) ausgerichtet und nicht auf den Schutz der Umwelt und der Gesundheit der Bürger.
You may also be interested in:
- Schaden durch nicht funktionierende Radaranlagen in der Türkischen Republik Nordzypern übersteigt 600 Millionen Lira
- 85,6 % der Einwohner Nordzyperns sind der Meinung, dass es im Land in die falsche Richtung geht – STUDIE
- Neurochirurg Çağın Ozankaya vertrat die Türkische Republik Nordzypern auf dem Kongress zur tiefen Hirnstimulation in Wien
- Außenministerium der TRNZ weist Modell einer rotierenden Präsidentschaft auf Zypern zurück
- TRNZ-Premier Üstel verspricht, innerhalb von 80 Tagen Projekte zur Unterstützung von Familien vorzulegen


Kommentare (0)