TCG Işın und TCG Alemdar suchen in 550 m Tiefe vor Girne nach 18 Vermissten
Die Rettungsschiffe der türkischen Marine TCG Işın und TCG Alemdar setzen rund um die Uhr robotergestützte Tauchgänge und die Untersuchung des Meeresbodens in 550 m Tiefe vor Girne fort. Dort war am 30. August der Passagierkatamaran Filo Jet gesunken. Ziel des Einsatzes ist es, 18 Vermisste zu finden und den Schiffsdatenschreiber zu bergen.

Von den 20 Menschen, die als vermisst galten, wurden inzwischen die Leichen von zwei Personen geborgen. Die Wrackteile des Schiffes wurden am Mittwoch entdeckt, nachdem TCG Işın das Unglücksgebiet untersucht hatte.
TCG Işın ist ein Rettungsschiff mit einem ferngesteuerten Unterwasserfahrzeug (ROV), das in Tiefen von bis zu 1.000 m eingesetzt werden kann und Lasten von bis zu 135 kg hebt. Für die Aufnahmen des Meeresbodens werden ein Seitensichtsonar und ein Mehrstrahl-Fächerlot eingesetzt. Ein dynamisches Positionierungssystem hält das Schiff ohne Anker am vorgesehenen Punkt. An Bord befinden sich 60 Besatzungsmitglieder, darunter 15 Taucher der ersten Klasse.
TCG Alemdar schloss sich den Arbeiten später an. Das Schiff hat eine Verdrängung von 4.200 t und verfügt über einen Hubschrauberlandeplatz. Die Tauchgänge und die Untersuchung des Meeresbodens laufen rund um die Uhr.
Der Katamaran Filo Jet sank am 30. August vor Girne. Nach dem Unglück entließ der Ministerpräsident der Türkischen Republik Nordzypern den Verkehrsminister aus dem Amt. In dem Fall gibt es neun Tatverdächtige, deren Haft das Gericht verlängert hat.
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