In Famagusta wurde die Durchführung von Sandstrahlarbeiten im Hafen wegen Gesundheitsgefahr kritisiert
Die im Hafen von Famagusta ohne ausreichende Schutzmaßnahmen durchgeführte Sandstrahlreinigung hat eine heftige öffentliche Debatte ausgelöst. Fachleute erklärten, dass der bei den Arbeiten entstandene Staub Schwermetalle und krebserregende Stoffe enthalten könnte und damit die Gesundheit der Beschäftigten im Hafen und der Anwohner gefährdet.
Der Chemiker Özbir Akbaşak wies darauf hin, dass bei der Sandstrahlreinigung Mikropartikel alter Farbe, von Rost und von Beschichtungen in die Luft gelangen. Seinen Angaben zufolge können auf alten Schiffen und Metallkonstruktionen Blei, Kadmium, Asbest und andere toxische Stoffe vorhanden sein, die sowohl akute als auch chronische Erkrankungen, darunter auch Krebserkrankungen, verursachen können.
Der Experte betonte, dass solche Arbeiten nicht ohne vollständige Isolierung des Arbeitsbereichs, Staubunterdrückungssysteme und Maßnahmen durchgeführt werden dürfen, die eine Belastung der Umgebung mit gefährlichen Stoffen ausschließen. Das Fehlen der erforderlichen Maßnahmen bezeichnete er als einen schwerwiegenden Verstoß, der die öffentliche Gesundheit gefährde.
Der Dozent und Jurist Cenan Eskimuhtraroğlu erklärte ebenfalls, dass die Situation dem Gesetz widerspreche. Seinen Angaben zufolge garantiere die Verfassung jedem das Recht auf ein Leben in einer sicheren und gesunden Umwelt, und die Umweltbehörden seien verpflichtet, solche Risiken zu verhindern.
Er verwies außerdem auf das Arbeitsschutzgesetz, demzufolge der Arbeitgeber in erster Linie kollektive Schutzmaßnahmen ergreifen muss. Nach Angaben des Juristen waren Lkw-Fahrer, Zollbedienstete und Hafenarbeiter gefährlichem Staub ohne die notwendige Schutzausrüstung ausgesetzt, was eine direkte Gefahr für ihre Gesundheit darstellte.
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