Hasan Sarpten: Auf der Abfalldeponie Güngör gibt es keine Kontrolle und Überwachung mehr
Der ehemalige Vorsitzende der Biologengesellschaft und Pädagoge Hasan Sarpten erklärte, dass die Deponie für feste Haushaltsabfälle Güngör bei Lefkoşa außer Kontrolle geraten sei und nicht mehr überwacht werde. Anlass für seine Erklärung war ein Brand, der am Morgen des 6. September auf dem Gelände ausgebrochen war.

In einem Beitrag in den sozialen Medien erinnerte Sarpten daran, dass vor zehn Jahren Millionen Euro für die Rekultivierung der alten Deponie Dikmen ausgegeben worden seien und in Güngör eine neue moderne Abfallentsorgungsanlage errichtet worden sei, die den EU-Kriterien entsprochen habe.
Seinen Angaben zufolge habe die Regierung in den vergangenen fünf Jahren keine Mittel in die Anlage investiert, keine ihrer eingegangenen Verpflichtungen erfüllt und den Komplex sich selbst überlassen.
Heute brenne Güngör wie einst die Deponie Dikmen und verbreite Chemikalien, die ganz Lefkoşa vergifteten, erklärte Sarpten. Die Deponie werde seinen Worten zufolge lediglich „formal“ von einem privaten Unternehmen betrieben – unter der Kontrolle des Innenministeriums und der Aufsicht des Umweltministeriums.
Sarpten fügte hinzu, dass regelmäßig Meldungen auftauchten, wonach das Unternehmen keine Abfälle annehme, weil es keine Zahlungen erhalte. Dies zeige seiner Ansicht nach die Probleme bei der Verwaltung der Anlage.
Anstelle von „Kontrolle“ und „Überwachung“ herrschten auf der nach europäischen Standards errichteten Deponie nun dauerhaft „Chaos“ und „Brände“, so Sarpten. Den Brand am Morgen bezeichnete er nicht als einfaches und vorübergehendes Ereignis, sondern als Vorboten immer häufigerer Brände: „Wie das ganze Land schwelt auch die Deponie in Güngör von innen heraus.“
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