Warteschlange für Termin beim Neurologen im Krankenhaus von Famagusta übersteigt sieben Monate
Das Krankenhaus von Famagusta arbeitet bei einer Reihe wichtiger Fachrichtungen ohne tägliche Sprechstunden, und die Wartezeit auf eine neurologische Untersuchung hat sechs bis sieben Monate überschritten. Das erklärte der Leiter der Bezirksorganisation der Selbstverwaltung von Famagusta (EOA), Jannis Karousos, in einem Schreiben an den Gesundheitsminister und den Vorsitzenden der staatlichen Gesundheitsorganisation (ΟΚΥπΥ).

Seinen Angaben zufolge kommt ein Pneumologe drei- bis viermal im Monat ins Krankenhaus, obwohl hier Patienten mit schweren Erkrankungen der Atemwege aufgenommen werden. Ein Neurologe ist einmal pro Woche vor Ort — obwohl im Krankenhaus Menschen mit Schlaganfällen und schweren Erkrankungen des Nervensystems behandelt werden.
Die augenärztliche Abteilung war früher täglich besetzt, nun gibt es im Krankenhaus keinen festen Augenarzt mehr, obwohl Patienten mitunter dringend untersucht werden müssen. Karousos fordert außerdem eine Aufstockung des Pflegepersonals, damit die Abteilungen sicher arbeiten können.
Darüber hinaus forderte er Unterlagen über die Versetzungen von Ärzten aus dem Krankenhaus von Famagusta in andere staatliche Kliniken an: Auf welcher Grundlage erfolgten diese und wie wurden die frei gewordenen Stellen besetzt?
„Famagusta verlangt keine Sonderbehandlung. Sie verlangt das Offensichtliche“, heißt es in dem Schreiben. Karousos betont, dass das Bezirkskrankenhaus den gesamten unter Regierungskontrolle stehenden Bezirk Famagusta sowie ein großes Touristengebiet versorgt. Daher sei die Frage nicht politischer Natur, sondern betreffe die Sicherheit der Patienten. Von den zuständigen Stellen erwartet er konkrete Antworten und Zeitpläne: „Das Krankenhaus von Famagusta muss verstärkt werden. Und zwar jetzt.“
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