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Die meisten ländlichen Feuerwachen Zyperns werden auf 24-Stunden-Betrieb umgestellt

27.06.2026 / 01:58
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Der am Abend des 24. Juni 2026 im Gebiet von Malya — Dora im Bezirk Limassol ausgebrochene Waldbrand hat erneut das akute Problem des fehlenden 24-Stunden-Feuerwehrdienstes im ländlichen Raum Zyperns offengelegt. Weil die nächstgelegene zuständige Station nach Dienstplan geschlossen war, musste Spezialgerät aus einer weit entfernten Einheit zur Brandbekämpfung entsandt werden, was zu einem Verlust wertvoller Zeit führte und unter den Anwohnern Panik auslöste.

Gründe für die Verzögerung bei der Brandbekämpfung in Malya — Dora:
Die Einsatzbereitschaft der Rettungsdienste für die Sommersaison wurde zum zentralen Thema einer Sondersitzung des Parlamentsausschusses für Inneres, die am 25. Juni stattfand. Im Verlauf der Untersuchung stellte sich Folgendes heraus:
— Geschlossene Türen. Der Brand brach in den Nachtstunden aus, als die meisten regionalen Stationen bereits unbesetzt waren. Der nächstgelegene Stützpunkt in Pachna beendete seinen Dienst um 19:00 Uhr.
— Weiter Anfahrtsweg. Zur Koordination der Brandbekämpfung wurde das Krisenmanagementzentrum der Feuerwehr eingesetzt. Als Erstes traf eine Einheit aus Moniatis am Einsatzort ein, die deutlich länger für die Bewältigung der Bergstrecke benötigte.

Kern des системischen Problems (Lücke seit 1994):
Die Frage der Verwundbarkeit ländlicher Gebiete in der Nacht wird auf Staatsebene seit mehr als 30 Jahren erfolglos diskutiert. Die reguläre Arbeitszeit der meisten Provinzstationen ist auf 08:00 bis 19:00 Uhr festgelegt.
Der Leiter der zyprischen Feuerwehr, Nikos Longinos, erklärte: „Wenn ein Brand nach 19 Uhr ausbricht, benötigt ein Fahrzeug von der Ersatzbasis im Durchschnitt etwa 30 Minuten allein für die Anfahrt. Unter den Bedingungen von sommerlicher Trockenheit und Wind reicht diese Zeit aus, damit sich ein lokaler Brandherd zu einer großflächigen Katastrophe entwickelt.“ Longinos fügte hinzu, dass die Behörde in den vergangenen zweieinhalb Jahren aktiv versuche, diese Trägheit zu überwinden.

Notmaßnahmen und Reform ab dem 1. Juli 2026:
Als ersten Schritt zur Beseitigung gefährlicher zeitlicher „Fenster“ hat die Regierung die Umstellung von fünf strategisch wichtigen ländlichen Stationen auf 24-Stunden-Betrieb genehmigt, die besonders häufig mit Vorfällen konfrontiert sind. Ab dem 1. Juli 2026 beginnt der 24/7-Dienst an folgenden Standorten:
1. Pachna (Bezirk Limassol) — bis Oktober 2026 soll hier außerdem ein neues modernes Depogebäude fertiggestellt werden.
2. Kelokedara (Bezirk Paphos).
3. Peristerona (Bezirk Nikosia).
4. Xylofagou (Bezirk Famagusta).
5. Lefkara (Bezirk Larnaka).

Außerdem hat die Leitung der Feuerwehr dem Justizministerium eine umfassende Studie mit dem Antrag vorgelegt, sämtliche ländlichen Stationen auf der Insel rund um die Uhr zu betreiben und zusätzlich 14 neue Einsatzstellen zu errichten.

Erinnerung an die Katastrophe von 2025 und Statistik:
Der nächtliche Vorfall hat eine starke öffentliche Resonanz ausgelöst, da er die Einwohner an die Tragödie erinnerte, die genau ein Jahr zuvor geschehen war. Am 23. Juli 2025 vernichtete ein großflächiger Brand im Gebiet von Pachna rekordverdächtige 124 Quadratkilometer Land, zerstörte Hunderte von Wohngebäuden und forderte das Leben eines älteren Ehepaares, das auf der Straße Monagri — Alassa von den Flammen eingeschlossen worden war.

Während der Sitzung teilte der Generaldirektor des Innenministeriums, Elikkos Ilias, mit, dass den vom Vorjahresunglück betroffenen Familien seit Anfang 2026 insgesamt rund 13 Millionen Euro an Entschädigungen ausgezahlt worden seien. Der Beamte betonte, dass die Lage weiterhin kritisch sei: Seit Jahresbeginn wurden auf Zypern bereits etwa 1250 Brände außerhalb von Ortschaften registriert.

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