EZB zeigt Entwürfe für neue Euro-Banknoten und eröffnet Abstimmung bis zum 21. September
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Entwürfe für die nächste Serie von Euro-Banknoten vorgestellt und eine Online-Umfrage zur künftigen Gestaltung eröffnet: Alle Einwohner des Euroraums, auch auf Zypern, können ihre Meinung abgeben. Die Umfrage ist bis zum 21. September 2026 geöffnet.

Die ausgewählten Vorschläge drehen sich um zwei Themen — „Europäische Kultur“ sowie „Flüsse und Vögel“. Bei der kulturellen Variante ziert die Opernsängerin Maria Callas den 5-Euro-Schein, den 10-Euro-Schein der deutsche Komponist Ludwig van Beethoven, während der 20-Euro-Schein der Nobelpreisträgerin Marie Curie gewidmet ist.
Auf dem 50-Euro-Schein ist Miguel de Cervantes, der Autor von „Don Quijote“, abgebildet, auf dem 100-Euro-Schein Leonardo da Vinci und auf dem 200-Euro-Schein die Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner.
Die Entwürfe wurden im Rahmen eines EU-weiten Wettbewerbs ausgewählt. Von Grafikdesignerinnen und Grafikdesignern gingen mehr als 1.200 Bewerbungen ein; 25 Personen wurden zur Arbeit an Vorschlägen zu einem oder beiden Themen zugelassen. Eine unabhängige Jury aus 21 Expertinnen und Experten, die von der Zentralbank des Euroraums eingesetzt wurde, wählte 10 finale Vorschläge aus — genau diese stehen nun zur Abstimmung.
„Euro-Banknoten sind mehr als ein Zahlungsmittel, sie sind eine der greifbarsten Ausdrucksformen Europas“, erklärte EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Ihrer Aussage zufolge werden Designs, die „Schönheit und Bedeutung“ miteinander verbinden, die gemeinsame Identität der Europäer stärken.
Parallel zur offenen Umfrage wird ein unabhängiges Forschungsunternehmen eine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung des Euroraums befragen. Die EZB will außerdem den ökologischen Fußabdruck der Banknoten verringern: Sie sollen langlebiger werden und aus nachhaltigeren Materialien hergestellt werden, wobei auch nachhaltigere Produktionsverfahren zum Einsatz kommen sollen.
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