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Google wird Ihre Fotos und Sprachsuchen für das KI-Training speichern: Was sich ändert und wie man es deaktiviert

23.06.2026 / 11:33
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Google-Nutzer werden bald mit einer wichtigen Änderung in den Datenschutzeinstellungen konfrontiert. Das Unternehmen führt eine neue Funktion namens Search Services History ein, mit der Bilder, Audioaufnahmen, Videos und andere bei der Suche verwendete Dateien gespeichert und diese Daten zur Verbesserung von Diensten und zum Training künstlicher Intelligenz genutzt werden können.

Es geht dabei nicht nur um gewöhnliche Textanfragen. In das neue System fallen:

Fotos, die über Google Lens hochgeladen werden;

Aufnahmen aus der Funktion Search Live;

Sprachsuchanfragen;

Sätze, die in Google Translate gesprochen werden;

Videos und Dateien, die in Googles Suchdiensten verwendet werden.

Was genau gespeichert wird

Bisher wurden solche Daten teilweise über den Bereich Web & App Activity („Web- und App-Aktivitäten“) kontrolliert. Jetzt gliedert Google sie in eine separate Kategorie aus – Search Services History. Das bedeutet, dass Bilder und Sprachaufnahmen über eigene Einstellungen verwaltet und getrennt vom regulären Suchverlauf gespeichert werden können.

Das Unternehmen erklärt, dass die gesammelten Informationen verwendet werden für:

die Verbesserung der Suchqualität;

die Weiterentwicklung von Google-Diensten;

das Training und die Verbesserung von Modellen der künstlichen Intelligenz;

die Personalisierung von Empfehlungen und Werbung, sofern die entsprechenden Einstellungen aktiviert sind.

Warum dies für Unruhe sorgt

Experten für digitale Sicherheit weisen darauf hin, dass moderne Suchsysteme immer häufiger mit persönlichen Fotos, Sprache und Videos von Nutzern arbeiten. Im Unterschied zur gewöhnlichen Textsuche können solche Daten deutlich mehr persönliche Informationen enthalten.

Besondere Aufmerksamkeit erregte die Tatsache, dass für das Speichern von Mediendateien ein separater Schalter Save Media („Medien speichern“) vorgesehen ist. Wenn ein Nutzer die Einstellungen nach dem Update nicht überprüft, können Bilder und Audioaufnahmen weiterhin im Google-Konto gespeichert werden.

So deaktivieren Sie das Speichern von Fotos und Audio

Google bietet die Möglichkeit, die Speicherung solcher Daten abzulehnen.

Dafür müssen Sie:

1. Die Google-Kontoeinstellungen öffnen.

2. Den Bereich Data & Privacy („Daten und Datenschutz“) aufrufen.

3. Den Abschnitt Search Services History suchen.

4. Die Hauptfunktion deaktivieren oder alternativ den Parameter Save Media separat ausschalten.

Laut Google bleibt die neue Funktion nach der Einführung automatisch deaktiviert, wenn der Nutzer das Speichern solcher Aktivitäten über die Web & App Activity-Einstellungen bereits zuvor untersagt hat (es lohnt sich aber dennoch, dies zu überprüfen).

Ein weiterer Schritt im KI-Zeitalter

Die Neuerung spiegelt den allgemeinen Kurs von Google wider, künstliche Intelligenz in alle zentralen Produkte des Unternehmens zu integrieren. Heute nutzt die Suche KI bereits aktiv für die Analyse von Text, Bildern und Sprache, und zusätzliche Daten helfen dabei, neue Modelle zu trainieren und die Genauigkeit ihrer Antworten zu verbessern.

Gleichzeitig wachsen mit der Entwicklung von KI auch die Fragen zum Datenschutz. Deshalb empfehlen Fachleute Nutzern, die Kontoeinstellungen regelmäßig zu überprüfen und zu kontrollieren, welche Daten sie Technologieunternehmen zur Verarbeitung und zum Training von Algorithmen überlassen möchten.

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