Auf Zypern wurden acht Fälle des West-Nil-Fiebers bestätigt, ein Patient ist gestorben
Die Zahl der bestätigten Fälle von West-Nil-Fieber auf Zypern ist auf acht gestiegen, zwei weitere Proben warten noch auf eine Laborbestätigung. Sieben Erkrankte wurden im Bezirk Nikosia registriert, einer im Bezirk Larnaka.

Die Zahl der Fälle steigt den dritten Tag in Folge: Am 1. September bestätigte das Gesundheitsministerium vier Infektionen, am 2. September waren es sechs. Nach Angaben der Behörde ist einer der Erkrankten, ein älterer Mensch mit Begleiterkrankungen, gestorben; drei weitere befinden sich weiterhin im Krankenhaus.
Der erste festgestellte Patient war ein 74-jähriger Mann, der Mitte August mit einer Enzephalitis auf die Intensivstation eines Krankenhauses in Nikosia eingeliefert wurde. Keiner der Erkrankten war kürzlich ins Ausland gereist. Die Infektion erfolgte demnach auf Zypern selbst durch Mückenstiche.
„Das Virus wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen“, betont das Gesundheitsministerium. Dort wird darauf hingewiesen, dass mindestens 80 % der Infizierten überhaupt keine Symptome bemerken und ein schwerer Krankheitsverlauf vor allem älteren Menschen und Patienten mit chronischen Erkrankungen droht.
In der Umgebung der Häuser der Erkrankten werden Maßnahmen zur Mückenbekämpfung durchgeführt, Brutstätten der Insekten gesucht und die angrenzenden Gebiete kontrolliert. Zudem wird Spenderblut auf das Virus getestet. „Wir befinden uns nicht im Modus erhöhter Bereitschaft, beobachten die Situation aber weiterhin aufmerksam“, heißt es in der Mitteilung des Gesundheitsministeriums.
Die Überwachung des West-Nil-Virus wird auf Zypern seit 2016 durchgeführt. Der größte Ausbruch bleibt das Jahr 2019 mit 24 Fällen. Im Jahr 2023 wurden neun Infektionen registriert, während es 2020, 2021 und 2025 keinen einzigen Fall gab. Die Bevölkerung wird aufgefordert, kein stehendes Wasser in Blumentopfuntersetzern, Eimern, Brunnen und Dachrinnen stehen zu lassen – genau dort vermehren sich die Mücken.
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