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Zypern startet Überweisungen per Mobiltelefonnummer Anfang 2027

01.09.2026 / 13:44
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Auf Zypern wird ein interbankärer Geldtransferdienst per Mobiltelefonnummer vorbereitet: Um Geld zu senden, muss die IBAN des Empfängers nicht bekannt sein. Der Start ist für das erste Quartal 2027 geplant, ein genaues Datum steht jedoch noch nicht fest.

Zypern startet Überweisungen per Mobiltelefonnummer Anfang 2027

Die detaillierte Planung beginnt Anfang September, wenn JCC Payments – der zyprische Betreiber von Zahlungssystemen – ein Treffen mit dem Bankenverband Zyperns abhält. Dabei sollen die technischen Anforderungen an das System und der Arbeitsaufwand für die Integration in Banking-Apps festgelegt werden.

Der zyprische Dienst ist eine Kopie des griechischen Systems IRIS. JCC wird ihn gemeinsam mit dem griechischen Interbankenbetreiber DIAS entwickeln. Dieses Unternehmen betreibt bereits die Infrastruktur für Inlands- und grenzüberschreitende Zahlungen der Banken in Griechenland und Zypern.

Die Telefonnummer ersetzt die IBAN nicht, sondern funktioniert als „Proxy“ – eine mit dem Bankkonto verknüpfte Kennung. Der Nutzer wählt die Telefonnummer des Empfängers in der App seiner Bank aus, das System fügt die Kontodaten automatisch ein, das Geld kommt innerhalb weniger Sekunden an und beide Seiten erhalten eine Bestätigung. Gedacht ist das für Alltagssituationen: etwa eine Rechnung im Restaurant zu teilen oder einem Bekannten Geld zurückzuzahlen, ohne eine lange Kontonummer erfragen und abgleichen zu müssen.

Vor dem Start müssen sich die Banken auf Sicherheits- und Verfahren zur Identitätsbestätigung, Überweisungslimits, Registrierungsabläufe und den Schutz vor Betrug einigen. Offen ist auch die Frage, ob alle Banken gleichzeitig und zu denselben Bedingungen starten werden.

Am 30. Juni hat Griechenland IRIS an die European Payments Alliance (EuroPA) angeschlossen: Überweisungen per Telefonnummer wurden zwischen Griechenland, Spanien, Portugal, Italien und Andorra möglich, und das Netzwerk erreichte 57,3 Millionen Nutzer. Ob solche grenzüberschreitenden Überweisungen den Zyprern unmittelbar nach dem Start zur Verfügung stehen werden, ist bislang nicht bekannt.

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