Zypern gehört zu den EU-Spitzenreitern bei niedriger Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen

Zypern gehört zu den Ländern der Europäischen Union mit der niedrigsten Rate an gemeldeter Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen beim Kontakt mit staatlichen Institutionen. Nach Angaben von Eurostat lag dieser Wert im Jahr 2024 bei nur 3,1 % — gleichauf mit Italien und deutlich unter dem EU-Durchschnitt.
Zum Vergleich: Im EU-Durchschnitt berichteten 9,4 % der Menschen mit Behinderungen über Diskriminierungsfälle im Umgang mit Verwaltungsbehörden. Die höchsten Werte wurden in Estland (14,6 %) und Spanien (14,5 %) sowie in Belgien, den Niederlanden und Schweden verzeichnet. Bei Menschen ohne Behinderungen liegt der entsprechende Wert hingegen bei nur 4,0 %.
Unterschiede zeigen sich auch in anderen Bereichen. Bei der Wohnungssuche berichteten 8,2 % der Menschen mit Behinderungen über Diskriminierung, verglichen mit 5,2 % bei der übrigen Bevölkerung. Im öffentlichen Raum lag dieser Wert bei 5,0 % gegenüber 3,0 % und im Bildungsbereich bei 4,1 % gegenüber 2,3 %.
Trotz der relativ günstigen Zahlen für Zypern zeigt der allgemeine Trend in der EU, dass Menschen mit Behinderungen häufiger mit Ungleichbehandlung konfrontiert sind. Die Veröffentlichung der Daten fiel mit dem Beginn des EU-Monats der Vielfalt zusammen, der die Bedeutung von Inklusion und Chancengleichheit in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt hervorhebt.
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