Zypern hat einen Geschäftsmann wegen Steuerbetrugs in Höhe von 2,6 Milliarden Rubel an Russland ausgeliefert
Die Republik Zypern hat einen russischen Unternehmer nach Moskau ausgeliefert, dem Steuerhinterziehung in besonders großem Umfang vorgeworfen wird. Nach Angaben der offiziellen Sprecherin des Innenministeriums, Irina Wolk, übersteigt der Schaden für den Staat 2,6 Milliarden Rubel (rund 30 Millionen Euro). Der Name des Beschuldigten wird derzeit nicht bekannt gegeben.
Nach Angaben der Ermittler bestand das kriminelle Schema von 2015 bis 2019. Der Geschäftsmann reichte in seiner Funktion als Leiter zweier Unternehmen beim Finanzamt fingierte Steuererklärungen ein. In die Unterlagen wurden falsche Angaben zu angeblich ausgeführten Arbeiten und Lieferungen von Baumaterialien durch kontrollierte Auftragnehmer aufgenommen, wodurch die steuerpflichtige Bemessungsgrundlage illegal gesenkt werden konnte.
Nach der Einleitung des Strafverfahrens tauchte der Verdächtige im Ausland unter und wurde deshalb vom Gericht international zur Fahndung ausgeschrieben. Der Mann wurde auf dem Gebiet Zyperns auf Grundlage eines internationalen Interpol-Haftbefehls festgenommen. Am 18. Juni wurde der Festgenommene am Flughafen Larnaka offiziell an die russischen Behörden übergeben; inzwischen befindet er sich in Moskau in Haft. Dieser Präzedenzfall bestätigt deutlich, dass die Insel für flüchtige Großunternehmer aus Russland keine sichere Zuflucht mehr ist.
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