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GeSY-Grenzen treffen die Geldbörse: Warum Patientinnen und Patienten auf Zypern 25 € für einen Arztbesuch zu viel zahlen

18.06.2026 / 15:01
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Ein Besuch bei einem Facharzt mit Überweisung kostet €6, doch den Menschen auf Zypern bleibt immer häufiger nur, €25 zu bezahlen oder wochenlang auf einen Termin zu warten. Der Verband der Patientenvereinigungen Zyperns (OSAK) hat eine umfangreiche Umfrage durchgeführt und herausgefunden, wo das System ins Stocken gerät.

Worin liegt das Problem?
Die Krankenversicherungsorganisation (OAY) hat für Hausärzte monatliche Obergrenzen für die Ausstellung von Überweisungen festgelegt. Ist das Kontingent ausgeschöpft, verschiebt der Arzt den Termin des Patienten entweder auf den nächsten Monat oder schlägt einen direkten Gang vor — dann jedoch für €25 statt €6. OSAK bezeichnete diese Praxis als inakzeptabel.

Absurde Bürokratie:
Die Ärzte sind mit Papierarbeit überlastet, da der Hausarzt gesetzlich nicht das Recht hat, viele grundlegende Medikamente zu verschreiben. Um ein Rezept einfach zu verlängern, müssen Patienten an Fachärzte überwiesen werden:
• Bei Migräne — zum Neurologen.
• Bei Diabetes und Schilddrüsenerkrankungen — zum Endokrinologen.
• Bei Osteoporose — zum Pneumologen (selbst für eine einfache Vitamin-D-Analyse hat der Hausarzt keinen Zugang).

Was die Statistik sagt (Umfrage unter 1337 GeSY-Begünstigten):
• 78% sind mit der Kommunikation mit ihren Hausärzten zufrieden.
• 13% sind auf eine direkte Weigerung gestoßen, eine benötigte Überweisung auszustellen.
• 11% fordern einen einfacheren Zugang zu Fachärzten.

In der OAY hat man das Problem eingeräumt. Die Leiterin der Organisation, Efi Kammitsi, stimmte zu, dass sich GeSY weiterentwickeln müsse, und die Behörde sucht derzeit gemeinsam mit den Verbänden nach einem Kompromiss, um das Gehalt der Ärzte von der Anzahl der von ihnen ausgestellten Überweisungen zu entkoppeln.

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