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Gesundheitsministerium Zyperns ruft gefährliches Nahrungsergänzungsmittel vom Markt zurück

27.06.2026 / 02:58
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Das Gesundheitsministerium Zyperns hat die sofortige Entfernung des pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittels THEMRA – Afrodisiac Magiun aus dem Einzelhandel angeordnet. Betroffen ist eine konkrete Charge mit einem hundertprozentig natürlichen Inhaltsstoff, hergestellt am 22. Oktober 2025 und haltbar bis zum 22. Oktober 2028. Eine Prüfung des Gesundheitsdienstes und anschließende Analysen im Staatlichen Chemischen Labor ergaben, dass sich unter dem Deckmantel eines natürlichen Mittels ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff verbarg. Dem Vertrieb wurde bereits die Rücknahme des Produkts angeordnet, und die Bürger werden dringend gebeten, gekaufte Dosen in die Geschäfte zurückzubringen.

Die Marketingaussagen des Herstellers über eine „100% natürliche Pflanzenmischung“ erwiesen sich als banaler und gefährlicher Verbraucherbetrug. Das Beimischen versteckter verschreibungspflichtiger Arzneimittel in Nahrungsergänzungsmittel zur Potenzsteigerung ist eine klassische illegale Praxis unseriöser Unternehmen, die eine sofortige Wirkung auf Kosten der Gesundheit der Käufer garantieren wollen. Da der Verbraucher weder die genaue Dosierung noch die Art des beigemischten Medikaments kennt, kann die unkontrollierte Einnahme eines solchen „natürlichen“ Produkts schwere Nebenwirkungen verursachen, insbesondere bei Menschen mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Der Vorfall offenbart zudem erhebliche systemische Lücken im Mechanismus der Vorabkontrolle bei der Einfuhr medizinischer und lebensmittelbezogener Waren nach Zypern. Dass das gefährliche Nahrungsergänzungsmittel ungehindert auf den Binnenmarkt gelangte und in die Regale kam, belegt die Ineffizienz der vorbeugenden Überwachung. Die staatlichen Behörden reagierten erst im Nachhinein, als sich die Charge bereits im Umlauf befand und die Gesundheit der Menschen gefährdete. Der Gesundheitsdienst muss die Regeln für Zertifizierung und Stichprobenprüfung von Nahrungsergänzungsmitteln bereits in der Einfuhrphase in das Land grundlegend verschärfen, statt sich ausschließlich auf planmäßige Kontrollen der Einzelhandelsstellen zu verlassen.

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