Kommunale Strände Zyperns erhöhen erstmals seit 20 Jahren die Preise für Liegen und Sonnenschirme
In diesem Sommer haben die Gemeinden Zyperns die Höchstpreise für die Miete von Strandinventar erhöht. Nun kann der Preis für eine einzelne Liege bis zu €3,50 betragen, und für einen Sonnenschirm bis zu €3, wodurch sich der Höchstpreis für ein komplettes Set von €7,50 auf €10 erhöht.
Wichtige Details zu den Änderungen:
• Begründung der Behörden: Der Vorsitzende des Zentralen Strandkomitees und Bürgermeister von Agia Napa, Christos Zannettou, begründete die Maßnahme mit erheblichen Investitionen in die Infrastruktur (Agia Napa habe in drei Jahren mehr als €2 Mio. investiert) und mit Änderungen beim Mehrwertsteuersatz. Seinen Worten zufolge ist der lokale Service immer noch halb so teuer wie in anderen Ländern.
• Preisgeografie: In der Region Famagusta (einschließlich Agia Napa) gelten die neuen Tarife bereits. In Larnaka wurden die Preise vorerst bei €2,50 pro Gegenstand belassen. In Limassol wurde die Obergrenze angehoben, doch an vielen Stränden, darunter Kourion, blieb der Preis unverändert.
• Kritik der Verbraucher: Der Verbraucherverband Zyperns erklärte, dass Erholung für Familien vor dem Hintergrund der allgemeinen Inflation zum Luxus werde. Außerdem verweist die Organisation auf Verstöße: Überschreitung der 50-Prozent-Grenze bei der Belegung des Strandes mit Strandinventar, Behinderung von Urlaubern mit eigenen Sonnenschirmen und handschriftliche Korrekturen der Preise auf Kassenbelegen.
• Rechte der Urlauber: Die Behörden erinnern daran, dass kostenlose Bereiche für Urlauber mit eigenem Inventar weiterhin verfügbar sind. Niemand ist verpflichtet, das gesamte Set zu mieten — man kann auch nur einen einzelnen Gegenstand ausleihen. Beschwerden über Verstöße sollten zunächst an den Strandverwalter und anschließend an die Gemeinde oder das Strandkomitee gerichtet werden.
Die Einhaltung der Tarife soll mit dem Anstieg des Touristenaufkommens strenger kontrolliert werden, das derzeit etwa 30% unter dem üblichen saisonalen Niveau liegt. Ein weiterer Preisanstieg ist in naher Zukunft nicht geplant.
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