Auf Zypern sind die meisten Todesfälle durch Überdosierung mit Kokain verbunden
Das Nationale Zentrum für Drogenbeobachtung und Drogenabhängigkeit (EKTEPN) hat einen aktuellen Jahresbericht vorgelegt, dem zufolge Kokain zum wichtigsten Faktor für Drogentodesfälle auf Zypern geworden ist. Auf seinen Anteil entfallen mehr als die Hälfte aller registrierten tödlichen Überdosierungen, womit die Substanz erstmals auf den ersten Platz vorgerückt ist und Opioide überholt hat.
Fachleute verweisen auf den starken Anstieg der Verfügbarkeit von Kokain auf dem heimischen Markt sowie auf den deutlichen Preisrückgang in den vergangenen Jahren, was sich unmittelbar auf die Zunahme der Konsummengen ausgewirkt hat. Besondere Besorgnis bei den Experten löst der wachsende Trend zur „Polytoxikomanie“ aus — der gleichzeitige Konsum von Kokain mit Alkohol oder verschreibungspflichtigen Medikamenten, der die toxische Wirkung um ein Vielfaches verstärkt und zum Herzstillstand führt. Im Bericht von EKTEPN wird die Notwendigkeit einer dringenden Überarbeitung der nationalen Präventionsprogramme und eines Ausbaus des Netzes von Rehabilitationszentren zur Bekämpfung dieser Bedrohung hervorgehoben.
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