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Auf Zypern steigt die Zahl der Krebserkrankungen bei Kindern: Wissenschaftler fordern Untersuchung der Ursachen

09.08.2026 / 09:04
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In Zypern ist in den vergangenen zehn Jahren ein Anstieg der Zahl neuer Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen unter 19 Jahren zu verzeichnen. Da in mehreren anderen europäischen Ländern keine vergleichbare Entwicklung festzustellen ist, fordern Fachleute eine eingehendere Untersuchung der möglichen Ursachen.

Konstantinos Makris, Professor für Umweltgesundheit an der Technischen Universität Zypern, erklärte, dass der Anstieg der Erkrankungszahlen Anlass zu großer Besorgnis gebe. Die Ursachen dieser Entwicklung seien jedoch bislang unbekannt.

Seinen Worten zufolge müsse dem sogenannten „Exposom“ eines Kindes besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden – der Gesamtheit der Umwelt-, Lebensstil- und sonstigen Einflüsse, denen ein Mensch ab dem Zeitpunkt der Empfängnis ausgesetzt ist.

Zu den potenziell wichtigen Faktoren zählt der Wissenschaftler die Qualität von Luft und Wasser, die Ernährung, Bewegungsmangel, Strahlung und den Kontakt mit chemischen Stoffen, darunter Pestizide. Makris betont jedoch, dass ohne eine systematische Datenerhebung nicht festgestellt werden könne, welche konkreten Faktoren mit dem Anstieg der Erkrankungszahlen in Zusammenhang stehen könnten.

Der Wissenschaftler hält es für notwendig, spezielle Systeme zur Überwachung der Gesundheit von Kindern und ihrer Umweltexposition einzurichten. Solche Daten könnten dazu beitragen, mögliche Risikofaktoren zu erkennen und Maßnahmen zur Primärprävention zu entwickeln.

Nach Ansicht von Makris muss Zypern nicht nur der Behandlung von Krebserkrankungen, sondern auch der Erforschung ihrer Ursachen bei Kindern mehr Aufmerksamkeit widmen.

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