Fachkräftemangel in den Krankenhäusern Zyperns: Proteste der Gewerkschaften und Streikdrohung
Zyperns führende Gewerkschaftsverbände haben gegen die vom Gesundheitsministerium vorgeschlagenen Gesetzesänderungen, die die Tätigkeit privater medizinischer Einrichtungen regeln, scharf protestiert. Es geht um eine Senkung des minimal zulässigen Verhältnisses von Pflegekräften zu Patienten zugunsten eines geringeren vorgeschriebenen Personals. Nach Angaben der Gewerkschaften würden solche Maßnahmen die bestehenden Standards für die Qualität der medizinischen Versorgung deutlich schwächen.
Vertreter der medizinischen Verbände betonen, dass die Verringerung der vorgeschriebenen Personalstärke zu einer starken Zunahme der Belastung für die praktizierenden Fachkräfte führen, den Prozess des beruflichen Ausbrennens beschleunigen und unmittelbar eine Gefahr für die Sicherheit der Patienten in den Kliniken schaffen werde. Die Gewerkschaften forderten das Ministerium auf, den Gesetzentwurf unverzüglich zurückzuziehen und die Bemühungen auf eine systematische Stärkung des Gesundheitssektors umzulenken.
Diese gesetzgeberische Initiative des Ministeriums ist Folge einer tiefen strukturellen Krise: Der Mangel an qualifizierten Pflegekräften im klinischen Sektor des Landes wird derzeit auf etwa 600 Personen geschätzt. Zuvor hatte das Ministerium versucht, das Problem des Fachkräftemangels durch die Erleichterung der Anwerbung von Fachkräften aus Drittstaaten zu lösen, doch auch dieses Vorhaben wurde wegen des starken Widerstands von Gewerkschaften und Fachkammern blockiert.
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