Passagier eines Fluges von Griechenland nach Deutschland wurde nach der Zerstörung eines Fensters auf einem Ryanair-Flug in das zerbrochene Fenster gesogen
An Bord eines Ryanair-Fluges von den griechischen Thessaloniki in das deutsche Memmingen ereignete sich ein schwerer Zwischenfall. Wenige Minuten nach dem Start ertönte in der Kabine ein lauter Knall, woraufhin eines der Fenster schwer beschädigt wurde, was zu einer Dekompression des Flugzeugs führte.
Nach Angaben von Augenzeugen war der 60-jährige Passagier, der am Fenster saß, am stärksten betroffen. Durch den plötzlichen Druckabfall zog ein starker Luftstrom den Mann teilweise in Richtung des beschädigten Fensters. Sein Kopf und der obere Teil seines Körpers gerieten an die entstandene Öffnung, doch der Sicherheitsgurt verhinderte, dass der Passagier seinen Sitz vollständig verließ. Seine Frau und andere Passagiere eilten ihm zu Hilfe und hielten ihn fest, bis die Crew die Flughöhe senkte und die Situation stabilisierte. In der Kabine fielen automatisch die Sauerstoffmasken herunter.
Der Flugkapitän erklärte den Notfall und entschied, unverzüglich zum Abflughafen zurückzukehren. Das Flugzeug landete sicher in Thessaloniki, wo dem Verletzten medizinische Hilfe geleistet wurde. Nach Angaben der Fluggesellschaft blieben auch die übrigen Passagiere unverletzt und wurden später mit einem Ersatzflug nach Memmingen gebracht.
Vorläufigen Angaben zufolge könnte die Ursache des Vorfalls ein Triebwerksfragment gewesen sein, das beim Steigflug das Fenster traf und beschädigte. Diese Version ist bislang nicht offiziell bestätigt und wird im Rahmen der Untersuchung überprüft.
Ryanair bestätigte den technischen Zwischenfall und die Rückkehr des Flugzeugs zum Abflughafen und betonte, dass die Sicherheit der Passagiere weiterhin oberste Priorität habe. Die genauen Ursachen des Vorfalls werden von Spezialisten ermittelt.
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