Brände in Griechenland außer Kontrolle: Pferde flohen vor den Flammen, mehr als 100 Häuser zerstört
In Griechenland haben Augenzeugen dramatische Aufnahmen gemacht, auf denen eine Pferdeherde durch verrauchte Felder galoppiert und vor einem sich rasch ausbreitenden Waldbrand nordwestlich von Athen flieht. Das Video verbreitete sich schnell in den internationalen Medien und sozialen Netzwerken und wurde zu einem der eindringlichsten Symbole der zerstörerischen Naturgewalt.
Der Großbrand brach in Westattika aus und begann sich wegen des starken Windes rasch in Richtung bewohnter Gebiete auszubreiten. Die Behörden ordneten die sofortige Evakuierung mehrerer Dörfer und Ferienorte an, darunter Porto Germeno. Die Bewohner mussten ihre Häuser überstürzt verlassen und dabei nicht nur ihre Familien, sondern auch Haustiere, Pferde und Nutzvieh in Sicherheit bringen.
Nach Angaben des griechischen Zivilschutzes zerstörte das Feuer mehr als 100 Wohnhäuser und verbrannte Waldflächen, landwirtschaftliche Nutzflächen und Wirtschaftsgebäude. Hunderte Feuerwehrleute, Dutzende Einsatzfahrzeuge sowie Flugzeuge und Hubschrauber wurden zur Bekämpfung der Flammen eingesetzt. Die Arbeit der Löschflugzeuge und Hubschrauber wurde jedoch wiederholt durch starke Windböen erschwert.
Während der Löscharbeiten kam es zu einer Tragödie: Zwei Feuerwehrhubschrauber kollidierten in der Luft. Bei dem Unglück kamen zwei Besatzungsmitglieder ums Leben — ein griechischer und ein dänischer Staatsbürger. Der Vorfall ereignete sich während eines schwierigen Einsatzes bei dichtem Rauch und starker Turbulenz.
Die Feuerwehr kämpft weiterhin gegen einzelne Brandherde. Ermittler halten einen Defekt an einer Stromleitung für eine der wichtigsten möglichen Ursachen des Feuers. Die Behörden haben bereits mehrere Verdächtige wegen möglicher Fahrlässigkeit festgenommen, die zum Ausbruch des Brandes geführt haben könnte.
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