Vorbeugende Einnahme von antiviralen Medikamenten kann die Ausbreitung der Grippe verringern

Laut einer Einschätzung des Gemeinsamen Forschungszentrums der EU (JRC) kann der prophylaktische Einsatz antiviraler Medikamente die Übertragung der Grippe während saisonaler Ausbrüche deutlich reduzieren. Dies betrifft vor allem den Einsatz bei Menschen aus Risikogruppen sowie in geschlossenen Einrichtungen — Pflegeheimen, medizinischen Einrichtungen und Haushalten, in denen bereits Infektionen festgestellt wurden.
Experten betonen, dass dieser Ansatz die Impfung nicht ersetzt, jedoch ein zusätzliches Schutzinstrument sein kann, insbesondere in Jahren mit hoher Belastung des Gesundheitssystems. Die größte Wirkung wird bei frühzeitiger Anwendung und unter ärztlicher Aufsicht erzielt.
Gleichzeitig warnen Fachleute, dass eine breite und unkontrollierte Anwendung antiviraler Mittel zu einer Verringerung ihrer Wirksamkeit und zur Entwicklung von Virusresistenzen führen kann. Daher sollten alle prophylaktischen Maßnahmen strikt gemäß den Empfehlungen von Ärzten und nationalen Gesundheitsbehörden erfolgen.
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