Tödlicher Staub: Warum die Bearbeitung beliebter Küchenarbeitsplatten Arbeiterinnen und Arbeiter gefährdet
In der Bearbeitung von Kunststein auf Zypern zeichnet sich eine beunruhigende Lage in puncto Arbeitssicherheit ab, die sich durch das Fehlen genauer Statistiken und angemessener Kontrollen verschärft.
Nach Angaben der größten Gewerkschaften SEK und PEO werden in lokalen Betrieben Fälle von Krebserkrankungen unter Beschäftigten registriert. Die größte Schwierigkeit besteht derzeit darin, dass sich ein direkter Zusammenhang zwischen Krebs und den Arbeitsbedingungen in den Werkstätten wissenschaftlich und juristisch bislang nicht nachweisen lässt. Arbeitgeber und Aufsichtsbehörden führen dies oft auf externe Faktoren zurück, da viele der Erkrankten geraucht haben oder andere individuelle Gesundheitsrisiken aufwiesen.
Gleichzeitig bestätigen regelmäßige Meldungen von Beschäftigten mit Beschwerden über Haut- und Atemwegserkrankungen offiziell einen Verlust der vorübergehenden Arbeitsfähigkeit aufgrund schlechter Bedingungen. Was schwere berufsbedingte Lungenerkrankungen wie die Pneumokoniose betrifft, so verfügen die Gewerkschaften darüber über keinerlei konkrete Statistik — diese Daten fehlen im Land schlichtweg.
Der Vorsitzende der Baugewerkschaft SEK, Stelios Katalanos, weist darauf hin, dass das Problem systemischen Charakter hat. Kleine Werkstattbesitzer ignorieren grundlegende Sicherheitsmaßnahmen massenhaft (etwa Schutzmasken, leistungsstarke Abluftanlagen und Wasserkühlungssysteme zur Staubunterdrückung) und betrachten sie ausschließlich als unnötige finanzielle Belastung für das Geschäft. Das staatliche Arbeitsinspektorat kommentiert die Vorgänge in der Branche derzeit in keiner Weise.
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