USA verlängern Aussetzung des Waffenembargos gegen Zypern bis zum 30. September 2027
Das US-Außenministerium hat die Aussetzung des Waffenembargos gegen Zypern um ein weiteres Jahr verlängert – vom 1. Oktober 2026 bis zum 30. September 2027. Die Änderung der International Traffic in Arms Regulations (ITAR) wurde im Federal Register veröffentlicht: Für diesen Zeitraum ist Zyperns Status als verbotenes Zielland für US-amerikanische Verteidigungsgüter und -dienstleistungen ausgesetzt.

Die Entscheidung beruht auf zwei Bedingungen, deren Erfüllung der US-Außenminister am 10. Juli 2026 bestätigt hat. Zypern muss die Zusammenarbeit mit Washington bei Reformen zur Bekämpfung der Geldwäsche und bei der Überwachung des Finanzsektors fortsetzen. Außerdem darf das Land russischen Kriegsschiffen nicht erlauben, seine Häfen zur Betankung und Wartung anzulaufen.
Die USA verhängten das Waffenembargo gegen Zypern 1987. Erstmals wurde es im Oktober 2022 ausgesetzt. Seitdem werden die Beschränkungen jährlich durch eine gesonderte Entscheidung für jedes Haushaltsjahr aufgehoben.
Das Außenministerium Zyperns begrüßte die Verlängerung und bezeichnete sie als Ausdruck der „sich vertiefenden strategischen Partnerschaft und Zusammenarbeit“ beider Länder im Bereich der Verteidigung und Sicherheit. Das Ministerium erinnerte daran, dass 2021 ein Dialog über Verteidigungszusammenarbeit und Sicherheit aufgenommen wurde, 2024 eine bilaterale Roadmap für die militärische Zusammenarbeit unterzeichnet wurde und Zypern Zugang zu den US-Programmen Foreign Military Sales und Excess Defense Articles erhielt – dem Verkauf von Rüstungsgütern an ausländische Staaten und der Übertragung überschüssiger Militärausrüstung.
Das Ministerium ergänzte, es hoffe auf Initiativen im US-Kongress zur dauerhaften Aufhebung des Embargos. Eine langfristige Befreiung von den Beschränkungen würde nach Angaben des Ministeriums für mehr Planbarkeit in der Verteidigungszusammenarbeit sorgen und eine mehrjährige Planung von Beschaffungen ermöglichen – etwas, das das jährliche Verfahren nicht gewährleiste.
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