Abwässer aus einer Wohnanlage in Pyla bedrohen die Küste und die Gesundheit der Menschen
In der Republik Zypern sorgt die Ableitung von Abwässern aus einer großen Wohnanlage in Pyla für einen Skandal. Nach Angaben von Einwohnern von Oroklini gelangen die Abwässer in einen Regenwasserkanal, der zum Meer führt, und stellen eine Gefahr für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen dar.
Anwohner klagen über starken unangenehmen Geruch in der Gegend des ehemaligen Restaurants «Golden Fish» an der Küste von Oroklini und fordern ein rasches Eingreifen der Behörden.
Der stellvertretende Bürgermeister von Oroklini, Neofytos Fakontis, bestätigte, dass das Problem schon seit Langem besteht. Seinen Worten zufolge haben Vertreter der lokalen Behörden und des Umweltdepartments den Ort wiederholt inspiziert, doch seien keine wirksamen Maßnahmen ergriffen worden.
Wie sich herausstellte, gibt es in Pyla keine zentrale Kanalisation. Wenn die Klärgruben der Wohnanlage überlaufen, gelangen die Abwässer in den Regenwasserkanal. Besonders deutlich wird das Problem im Sommer, wenn die Belastung des Systems erheblich zunimmt.
Fakontis ist der Ansicht, dass die Verantwortlichen bestraft werden müssen. Seiner Meinung nach hat das Umweltdepartment das Recht, ein Bußgeld von bis zu 4.000 Euro zu verhängen, doch bisher sei dies nicht geschehen.
Der Leiter der Gemeinde Pyla, Simos Mitidis, bestätigte ebenfalls das Vorliegen des Problems. Er teilte mit, dass die Anlage 64 Wohneinheiten umfasst und der Bau des Kanalisationsnetzes sich verzögert. Bis dahin versuchen die örtlichen Behörden, eine regelmäßige Abpumptung der Klärgruben und eine Beschleunigung der Umsetzung des Kanalisationprojekts zu erreichen.
Nach der Veröffentlichung der Beschwerden besuchten Inspektoren des Umweltdepartments den Ort erneut. Die Behörde erklärte, dass die Verantwortung für die Lösung solcher Fragen gemäß der Gesetzgebung bei den lokalen Selbstverwaltungsorganen liege. Gleichzeitig wurde der Gemeinde empfohlen, auf eigene Kosten die Abpumpung der überfüllten Tanks zu organisieren, bis weitere Maßnahmen ergriffen werden.
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