Abfallmanagement auf Zypern: alarmierendes Signal des Rechnungshofs

Der Generalrechnungsprüfer Zyperns, Odysseas Michaelides (Θεοπέμπτου), äußerte scharfe Kritik an der langjährigen Abfallpolitik des Landes und erklärte, dass Zypern weiterhin auf Deponien statt auf nachhaltige Lösungen setze. Seinen Worten zufolge ist die Situation mit den Müllkippen kein vorübergehendes Problem, sondern das Ergebnis systemischer Fehler und fehlender strategischer Planung über viele Jahre hinweg.
Der Prüfer betonte, dass trotz regelmäßiger Warnungen und Berichte konkrete Schritte zur Reduzierung der Deponierung, zum Ausbau des Recyclings und zur Einführung moderner Technologien viel zu langsam erfolgen. Infolgedessen drohen Zypern nicht nur ökologische, sondern auch erhebliche finanzielle Konsequenzen, darunter mögliche EU-Strafen wegen der Nichteinhaltung von Richtlinien.
Besonders besorgniserregend sei die Tatsache, dass neue Anlagen zur Abfallbewirtschaftung entweder verzögert werden oder nicht mit voller Kapazität arbeiten, während die Deponien weiter überfüllt sind. Michaelides unterstrich, dass sich das Problem ohne einen Kurswechsel und politischen Willen weiter verschärfen werde.
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