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In Episkopi sind innerhalb von sechs Monaten 70 Katzen spurlos verschwunden

25.06.2026 / 02:34
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Seit Dezember 2025 sind in der Gemeinde Episkopi bei Limassol nach und nach etwa 70 Katzen verschwunden, berichtet SigmaLive. Weder tote noch verletzte Tiere wurden in der Gegend gefunden, und auch an den Straßen wurden keine Katzen entdeckt. Die verschwundenen Tiere waren größtenteils kastriert und standen unter der Obhut von Freiwilligen und Tierschützern. Nach Angaben von Lemesos TV verschwanden die Katzen über mehrere Monate hinweg jeweils einzeln. Anwohner wandten sich wiederholt an die Polizei, doch die Ermittlungen haben bislang keine Ergebnisse erbracht; offizielle Bestätigungen zu den Ursachen des Geschehens gibt es nicht.

Der Fall in Episkopi ist nicht der einzige. Im Februar 2026 wurden auch in verschiedenen Regionen Zyperns Beschwerden über verschwundene Katzen gemeldet. In sozialen Netzwerken tauchten unbestätigte Hinweise auf eine mögliche Gruppe von Personen auf, die des Einfangens verdächtigt wurden, sowie Aussagen über eine Frau in einem dunklen Transporter. Mit dem Thema der Verschwinden meldete sich auch die Bewegung der Umweltschützer — Bürgerliche Zusammenarbeit zu Wort. Ihr Vorsitzender Stavros Papadouris wandte sich im Februar 2026 in einem offiziellen Schreiben an den Polizeichef Themistos Arnaoutis und forderte eine Untersuchung. Später dementierte die Bewegung Berichte über einen «Durchbruch» in dem Fall und betonte, dass kein einziges Tier gefunden worden sei.

Derartige Vorfälle gab es auf Zypern auch früher: Im September 2025 wurden auf dem Friedhof Sfalanjotissa in Limassol etwa 30 Katzen vergiftet. Vor diesem Hintergrund hat sich die Spannung in der Tierschutzszene verschärft. Im Juni 2026 erklärte die Vertreterin des Verbands der Tierschutzorganisationen, Danai Kaza, dass es Drohungen gegen Freiwillige gebe und die Programme zum Einfangen, Kastrieren und Zurücksetzen der Tiere (TNR) ausgesetzt worden seien. Die Einwohner von Episkopi fordern eine intensivierte Untersuchung und bitten darum, der Polizei jede verdächtige Aktivität zu melden.

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