In Nikosia werden die ersten Kameras mit künstlicher Intelligenz installiert
In der Republik Zypern beginnt ein Pilotprojekt zur Installation von Verkehrskameras mit künstlicher Intelligenz. Die ersten beiden Kameras werden in Nikosia auf dem Griva-Digeni-Prospekt aufgestellt und ersetzen dort die bereits außer Betrieb genommenen alten Geräte.
Die neuen Kameras werden ausschließlich auf einen Verstoß reagieren — die Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt. Mithilfe von Algorithmen der künstlichen Intelligenz erkennt das System, ob der Fahrer ein Telefon in der Hand hält. Anschließend prüft ein Polizeibeamter die Videoaufzeichnung, und nur wenn der Verstoß bestätigt wird, wird ein Bußgeld verhängt.
Laut der Verkehrspolizei bleibt die Nutzung des Mobiltelefons eine der Hauptursachen für tödliche Verkehrsunfälle in Zypern. Statistiken zufolge waren etwa die Hälfte der tödlich verunglückten Fahrer Opfer von Unfällen, die mit Ablenkung am Steuer zusammenhingen.
Wenn sich das Pilotprojekt als erfolgreich erweist, werden ähnliche Kameras auch in anderen Städten der Insel installiert. Darüber hinaus planen die Behörden, neue Technologien zur Kontrolle weiterer Verstöße gegen die Verkehrsregeln einzusetzen.
Parallel dazu setzt die Polizei weiterhin unbezahlte Bußgelder aus den Kameras der automatischen Verkehrsüberwachung durch. Derzeit gibt es im Land rund 360.000 nicht beglichene Bußgelder, von denen mehr als 50.000 auf das erste Jahr des Systems entfallen. Um das Problem zu lösen, sollen Benachrichtigungen an Verkehrssünder künftig auch per SMS und E-Mail verschickt werden.
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