Maul- und Klauenseuche-Ausbruch auf Zypern als beispiellos bezeichnet
Das zypriotische Landwirtschaftsministerium hat den aktuellen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche als beispiellos für das Land bezeichnet. Zwei Monate nach dem ersten Fall bleibt das Virus unkontrolliert, und die Zahl der getöteten Tiere steigt weiter an.
Nach Angaben der Behörde wurde die Infektion auf 104 Farmen bestätigt. Insgesamt wurden etwa 57.000 Nutztiere getötet:
- Kühe
- Schafe
- Ziegen
- Schweine
Das Ausbreitungsgebiet der Krankheit hat sich ausgeweitet und umfasst nun das Gebiet von Larnaka bis zum westlichen Teil von Nikosia.
Der Generaldirektor des Ministeriums, Andreas Grigoriou, erklärte, dass das Virus seinen Zyklus noch nicht beendet habe und die Situation durch die weite Verbreitung und die schwierige Kontrolle erschwert werde.
Kernprobleme und Maßnahmen
Eines der Hauptprobleme bleibt der unterschiedliche Ansatz bei der Bekämpfung der Krankheit auf der Insel. Im Süden werden strenge europäische Protokolle angewandt, einschließlich der Massentötung von Vieh, während im Norden Impfungen eingesetzt werden. Dies birgt das Risiko einer erneuten Ausbreitung des Virus.
Die zypriotischen Behörden haben sich bereits an die Europäische Kommission gewandt, um eine Koordinierung der Maßnahmen zu erbitten. Zudem werden folgende Punkte diskutiert:
- Entschädigungen für Landwirte
- Mögliche Stundung von Kreditverpflichtungen
Wirtschaftliche Risiken
Die Situation könnte die Produktion von Halloumi beeinflussen – eines der wichtigsten Exportprodukte des Landes. Aufgrund des reduzierten Bestandes besteht das Risiko eines Rohstoffmangels und Druck auf die Produktionsstandards.
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