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Der Machtkampf hinter den Kulissen um die Präsidentschaftswahl auf Zypern hat unmittelbar nach Guterres’ Besuch begonnen

02.08.2026 / 10:29
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Unmittelbar nach dem Ende des Besuchs des UN-Generalsekretärs António Guterres hat sich das politische Leben der Republik Zypern erneut auf die Vorbereitung der Präsidentschaftswahl konzentriert. Nach Angaben zweier vertraulicher Meinungsumfragen hat der Kampf um das höchste Staatsamt faktisch bereits begonnen.

Den Umfrageergebnissen zufolge gehört der amtierende Präsident Nikos Christodoulidis weiterhin zu den wichtigsten Favoriten des Rennens und kann eine hohe Unterstützung vorweisen, unter anderem auch bei einem Teil der Wähler der Partei DISY.

Als stärkste potenzielle Kandidatin von DISY gilt jedoch deren Vorsitzende Annita Dimitriou. In der ersten Runde liegt sie praktisch gleichauf mit Christodoulidis — je nach Studie hat einmal der eine, einmal die andere Kandidat(in) einen minimalen Vorsprung.

Auch der frühere DISY-Vorsitzende Averof Neofytou hat seine Positionen im Vergleich zur Wahl von 2023 deutlich gestärkt. Derzeit setzt er nicht nur auf die Wähler seiner eigenen Partei, sondern auch auf die Befürworter einer Lösung der Zypernfrage und versucht, ein breiteres Wählerspektrum anzusprechen.

Die linke Partei AKEL bleibt trotz des Fehlens eines endgültigen Kandidaten weiterhin einer der wichtigsten Akteure im Wahlkampf. Den vertraulichen Studien zufolge kommt jeder von der Partei unterstützte Kandidat praktisch garantiert in die zweite Runde. In den simulierten Szenarien liegt der frühere Verhandlungsführer für die Lösung der Zypernfrage, Andreas Mavroyiannis, sogar mit einem leichten Vorsprung sowohl vor Christodoulidis als auch vor Dimitriou.

Die Umfragen zeigen außerdem, dass die Partei ELAM bislang nicht entschieden hat, ob sie einen eigenen Kandidaten aufstellen wird. Innerhalb der Partei gibt es Streit: Einige sind der Ansicht, dass eine Teilnahme zur Stärkung der politischen Position notwendig ist, während andere befürchten, wegen taktischen Wählens einen Teil ihrer Zustimmung zu verlieren.

Experten weisen darauf hin, dass in den kommenden Monaten neue Meinungsumfragen veröffentlicht werden dürften, die zu einem der wichtigsten Instrumente des politischen Kampfes im Vorfeld der Präsidentschaftswahl in der Republik Zypern werden könnten.

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