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Türkischer Unterwasserroboter zum Ort des Fährunglücks vor der Küste Nordzyperns gebracht

01.09.2026 / 18:51
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Die Suchaktion vor der Küste von Girne dauert bereits den dritten Tag nach dem Untergang der Passagierfähre Filo Jet an. Zur Suche nach 20 Menschen, die weiterhin als vermisst gelten, entsandte die Türkei das mit einem ferngesteuerten Unterwasserfahrzeug ausgestattete Spezialrettungsschiff der türkischen Marine TCG Isin zum Unglücksort. Der Roboter soll den Meeresboden untersuchen und die gesunkene Fähre finden, die in mehr als 500 Metern Tiefe liegt.

Die Fähre kenterte kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen von Girne und war auf dem Weg ins türkische Taşucu. An Bord befanden sich 267 Passagiere und Besatzungsmitglieder. Bei dem Unglück wurde der Tod von mindestens acht Menschen bestätigt, 20 weitere konnten bislang nicht gefunden werden. Die meisten Menschen an Bord wurden in den ersten Stunden nach der Katastrophe gerettet.

An der groß angelegten Operation sind die Einsatzkräfte Nordzyperns und der Türkei beteiligt. Nach den jüngsten Meldungen wird gleichzeitig zu Wasser und aus der Luft gesucht: An der Operation nehmen Militär- und Rettungsschiffe, Hubschrauber, ein Flugzeug, Drohnen, Taucher und Spezialeinheiten teil. Die größte Schwierigkeit besteht in der großen Tiefe, in der sich das gesunkene Schiff befindet, — etwa 500 Meter.

Das Unterwasserfahrzeug an Bord der TCG Isin kann Bilder des Meeresbodens übertragen und eine detaillierte Untersuchung der Trümmer durchführen. Sobald der genaue Standort der Fähre ermittelt ist, können Experten mit weiteren Such- und technischen Arbeiten beginnen. An Bord des Rettungsschiffs befinden sich außerdem Spezialisten für Tiefseeoperationen und Taucher.

Die Ursachen der Katastrophe sind bislang offiziell nicht geklärt. Überlebende Passagiere berichteten, dass an Bord laute Geräusche zu hören waren, bevor das Schiff schnell Schlagseite bekam und Wasser aufnahm. Danach brach unter den Menschen Panik aus. Parallel zur Suchaktion dauern die Ermittlungen zu den Umständen der Tragödie an.

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