DISI und DIKO haben Verhandlungen über das Amt des Parlamentspräsidenten aufgenommen
Die Verhandlungen zwischen den größten Parteien Zyperns über die künftige Führung des Parlaments gewinnen an Dynamik. Das erste Treffen zwischen der Vorsitzenden von DISI, Annita Dimitriou, und dem DIKO-Vorsitzenden Nikos Papadopoulos brachte kein endgültiges Ergebnis, machte jedoch die zentralen Positionen der beiden Seiten deutlich.
Nach Angaben von Quellen machte Annita Dimitriou unmissverständlich klar, dass der Verbleib auf dem Posten der Parlamentspräsidentin eine zwingende Voraussetzung für weitere Vereinbarungen sei. Nikos Papadopoulos erklärte daraufhin, die Entscheidung des DIKO-Sekretariats bestehe darin, Konsultationen mit allen Parlamentsparteien zu führen, und die endgültige Position werde nach einer Aussprache innerhalb der Parlamentsfraktion festgelegt.
Die Situation löste innerhalb des DIKO widersprüchliche Reaktionen aus. Einige Parteivertreter werteten die Haltung von DISI als Versuch, Druck auszuüben und eine im Voraus festgelegte Entscheidung aufzuzwingen. In der Demokratischen Partei betonte man, man werde keine „Blankoschecks“ ausstellen und zunächst die Gesprächsrunde mit allen politischen Kräften abschließen.
Nikos Papadopoulos selbst bestätigte im Sender Ant1, dass das Treffen mit Annita Dimitriou lediglich der erste Meinungsaustausch gewesen sei. Er fügte hinzu, dass er ähnliche Kontakte auch mit anderen Parteiführern führen wolle.
Vor dem Hintergrund der laufenden Konsultationen bleibt auch das Szenario bestehen, dass DIKO einen eigenen Kandidaten für den Posten des Parlamentspräsidenten nominieren könnte.
Die Gespräche zwischen den Parteien finden im Kontext eines neuen politischen Gleichgewichts nach den Parlamentswahlen statt, und die Frage der Verteilung der Schlüsselposten wird zu einem der wichtigsten Elemente künftiger Koalitionsvereinbarungen.
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