Zypern ändert den Ansatz gegen Mobbing an Schulen — Psychologen werden auch mit den Anführern arbeiten
Das Ministerium für Bildung, Sport und Jugend der Republik Zypern hat eine neue Strategie zur Bekämpfung von Gewalt und Mobbing im schulischen Umfeld verabschiedet und damit den bisherigen Ansatz zur Konfliktlösung grundlegend verändert. Die wichtigste Neuerung des Programms wird die verpflichtende psychologische Betreuung nicht nur der Mobbingopfer, sondern auch der Initiatoren sein. Nach Ansicht von Experten des Ministeriums beseitigen Isolation oder ausschließlich strafende Maßnahmen gegen die Anstifter nicht die eigentlichen Ursachen des aggressiven Verhaltens.
Im Rahmen des neuen Konzepts werden zusätzliche qualifizierte Psychologen und Sozialpädagogen an Mittel- und Oberschulen eingestellt. Ihre Arbeit wird darauf ausgerichtet sein, destruktive Verhaltensmuster frühzeitig zu erkennen, soziale und familiäre Faktoren zu analysieren, die Aggressionen bei Jugendlichen auslösen, sowie Programme zur emotionalen Intelligenz in den Bildungsprozess zu integrieren.
Das Ministerium plant außerdem, spezielle Fortbildungskurse für das Lehrpersonal einzuführen, um Lehrkräfte in wirksamen Methoden zur Lösung versteckter Konflikte innerhalb der Klassen zu schulen. Die Leitung des Ministeriums betonte, dass das Ziel der Reform darin bestehe, durch eine tiefgreifende therapeutische Arbeit mit allen Konfliktparteien und nicht durch die bloße Bestrafung von Vergehen ein sicheres und inklusives Schulumfeld zu schaffen.
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