Ein Gericht auf Zypern verurteilte eine Ukrainerin zu 20 Monaten Haft wegen falscher Angaben bei der Einfuhr von 7,8 Millionen Euro
Das ständige Strafgericht in Larnaka hat eine 32-jährige Staatsbürgerin der Ukraine zu 20 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Sie wurde in 20 Fällen der Abgabe falscher Angaben gegenüber dem Zoll beim Einführen von Bargeld nach Zypern für schuldig befunden. Die Anklagen wegen Geldwäsche, auf die bis zu 14 Jahre Haft gestanden hätten, waren bereits im Januar wegen fehlender Beweise für die kriminelle Herkunft der Mittel fallengelassen worden.
Die wichtigsten Fakten des Falls:
- Von August 2023 bis März 2024 flog die Frau etwa 20 Mal nach Zypern und brachte insgesamt 7.769.300 Euro in bar ins Land.
- Die Ermittlungen begannen im März 2024, nachdem die Frau der Polizei mitgeteilt hatte, dass sie in Limassol um 420.000 Euro beraubt worden sei.
- Mit ihr stand auch ein 43-jähriger Mann vor Gericht, dem der Erhalt eines Teils des Geldes zugeschrieben wurde, doch die Geldwäschevorwürfe wurden auch gegen ihn fallen gelassen.
Warum ein solches Urteil gefällt wurde:
Die Gesetzgebung Zyperns verlangt die obligatorische Deklaration von Summen ab 10.000 Euro. Die Angabe falscher Informationen gegenüber dem Zoll ist ein eigenständiges Vergehen und wird unabhängig davon bestraft, ob der Tatbestand der Geldwäsche nachgewiesen wurde. Bei der Verhängung der 20-monatigen Strafe berücksichtigte das Gericht mildernde Umstände, darunter die Tatsache, dass die Verurteilte zwei minderjährige Kinder hat.
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