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Die Behörden Zyperns widerlegten Gerüchte über die Gefahr des Kugelfischs für Schwimmer

24.06.2026 / 03:18
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Die Fischerei- und Meeresforschungsabteilung der Republik Zypern hat offiziell Gerüchte in den sozialen Netzwerken zurückgewiesen, wonach der silberne Kugelfisch (Lagocephalus sceleratus, lokaler Name — Lagokephalos) Menschen unprovoziert «angreife». In der Behörde betonten sie, dass die Sorgen der Badegäste stark übertrieben seien und dass diese Art für Schwimmer und Schnorchelfans keine physische Gefahr darstelle.

Biologische Beschreibung und Toxizität:
Der silberne Kugelfisch ist eine invasive Art, die über den Suezkanal aus dem Roten Meer ins östliche Mittelmeer eingedrungen ist. Wissenschaftler verzeichnen sein Vorkommen vor den Küsten der Insel seit 2006.
— Tödliche Gefahr. Die Gewebe des Lagokephalos (insbesondere Leber und innere Organe) enthalten das stärkste Neurotoxin — Tetrodotoxin, für das es kein wirksames Gegenmittel gibt. Gelangt das Gift in den menschlichen Körper, verursacht es Lähmungen, ein Versagen der Lunge und den Tod.
— Verbot des Handels. Im Gegensatz zu Japan, wo verwandte Arten (Takifugu) nach aufwendiger Zubereitung durch lizenzierte Köche als Delikatesse gelten, sind auf Zypern und in der gesamten Europäischen Union Verkauf, kommerzieller Handel und Verzehr dieses Fisches als Lebensmittel streng verboten.

Erläuterungen von Experten zum Verhalten des Fisches:
Vertreter von Umweltorganisationen und der wissenschaftlichen Gemeinschaft riefen die Öffentlichkeit dazu auf, sich nicht von Panik leiten zu lassen.
— Die Leiterin der Kommunikationsabteilung der Organisation iSea, Anastasia Haritomou, erklärte, dass es keine bestätigten Fälle von Angriffen des Fisches auf schwimmende Menschen gebe. Vereinzelte Vorfälle im Flachwasser in Griechenland und auf Zypern seien ausschließlich auf das Verhalten der Menschen selbst zurückzuführen, die versucht hätten, den Fisch zu berühren, zu füttern oder ihn in die Enge zu treiben.
— Der Biologe und Ozeanograf Evagoras Isaias bestätigte, dass die in den sozialen Netzwerken kursierenden Videos lediglich die Abwehrreaktion des Fisches auf eine direkte Provokation durch den Menschen zeigten. Der Lagokephalos kann mehr als einen Meter lang werden, zeigt aber niemals als Erster Aggression.

Wirtschaftlicher Schaden und Programm zur Bekämpfung der Population:
Die Hauptgefahr stellt die Art nicht für Erholungssuchende dar, sondern für die professionelle Küstenfischerei und das Ökosystem. Mit seinen kräftigen, schnabelähnlichen Zähnen zerreißt der Fisch teure Netze, zerstört Fanggeräte und frisst den Fang.

Zur Verringerung des ökologischen Drucks läuft auf Zypern ein staatliches Programm zur Reduzierung der Lagokephalos-Population, das gemeinsam mit dem Europäischen Fischereifonds finanziert wird:
— Im Rahmen des bis Ende 2029 angelegten Projekts wurden bereits mehr als 103 Tonnen Kugelfisch aus den Küstengewässern der Insel entnommen und durch Verbrennung im Ofenverfahren (Inzineration) vernichtet.
— An dem Programm sind rund 150 lizenzierte Fischer beteiligt, die eine Entschädigung in Höhe von €4,73 für jedes Kilogramm gefangenen und registrierten invasiven Fisches erhalten. Insgesamt wurden bereits rund €487.000 für Auszahlungen bereitgestellt. Gleichzeitig räumen Experten ein, dass diese Art im Mittelmeer bereits nicht mehr vollständig beseitigt werden kann.

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