Zypern als Vorbild für die Erholung des Tourismus nach dem Verlust des russischen Marktes bezeichnet – Studie
Zypern wird in einem neuen Bericht von TOURISE und Oxford Economics mit dem Titel «Resilienz in einer Welt, die sich nicht zurücksetzen lässt» als eines der wichtigsten Beispiele dafür genannt, wie ein Reiseziel den Verlust eines Schlüsselmarktes verkraften kann.
Die Autoren untersuchten die Reaktionen von Reisezielen auf 85 Tourismuskrisen in den vergangenen 25 Jahren und bezeichneten die Diversifizierung der Märkte als einen der stärksten Faktoren für Wirtschaftswachstum. Zypern wird in dem Dokument als besonders anschauliches Beispiel hervorgehoben.
Bis 2022 entfielen mehr als 27 % aller auf der Insel eintreffenden Touristen auf Russland. Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine und den darauf folgenden Sanktionen ging der Zustrom drastisch zurück: Bis 2025 sank der Anteil Russlands an den Gesamtankünften auf 1 %.
Der Einbruch konnte dank anderer europäischer Märkte kompensiert werden – durch gezielte Marketingkampagnen und eine bessere Flugverkehrsanbindung. Der Anteil der Touristen aus Polen stieg von 2 % vor der Krise auf 9 % im Jahr 2025, zudem konnte Zypern seine Präsenz auf den Märkten Mittel- und Nordeuropas ausbauen.
Diese Strategie führte die Insel 2024 zu einer Rekordzahl an Gästen: Die Ankünfte übertrafen das Niveau vor der Pandemie.
Das Fazit des Berichts: Für Reiseziele wie Zypern ist Diversifizierung nicht nur eine Möglichkeit, den Touristenstrom zu steigern, sondern auch eine Absicherung für die nächste Krise in einem instabilen globalen Umfeld.
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