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Zypern gibt günstige Staatsgrundstücke für Bebauung wieder frei

28.06.2026 / 09:30
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Die Regierung der Republik Zypern bereitet die Wiederaufnahme eines groß angelegten staatlichen Programms zum Verkauf von Grundstücken an begünstigte Bürger zu deutlich unter dem Marktpreis liegenden Konditionen vor. Die Initiative, die 2012 eingestellt wurde, wird 2026 wieder aufgenommen. Die Umsetzung des Projekts erfolgt über zwei unabhängige Kanäle: über die zyprische Landentwicklungs-Gesellschaft KOAG und direkt über das Innenministerium durch die örtlichen Gemeinden.

Ziele des Programms und Auswahlkriterien:
Das Hauptziel der wiederbelebten Regelung besteht darin, Bürgern mit niedrigem und mittlerem Einkommen die Möglichkeit zu geben, Land für den Bau ihres eigenen Wohnraums zu erwerben, angesichts der stark gestiegenen Immobilienpreise auf dem freien Markt. Potenzielle Begünstigte werden anhand strenger sozialer und vermögensbezogener Kriterien ausgewählt (Höhe des Jahreseinkommens, Familienzusammensetzung), die vollständig den derzeitigen KOAG-Vorgaben für Programme für bezahlbaren Wohnraum entsprechen.

Erster Kanal: Verkäufe über die KOAG-Gesellschaft
Der Vorsitzende der KOAG, Tiseas Ioannu, bestätigte, dass die Behörde die Vorbereitung eines Pilotpakets von Grundstücken abschließt. Erstmals in ihrer Praxis wird die Gesellschaft nicht fertige Häuser, sondern unbebaute Parzellen veräußern. Derzeit werden 135 Parzellen mit einer durchschnittlichen Fläche von 520 Quadratmetern in vier Regionen vermessen:
— Ipsonas (Limassol) — 36 Parzellen (in Erwartung von Baugenehmigungen).
— Kokkino Trimithia (Nikosia) — 44 Parzellen (in Erwartung von Baugenehmigungen).
— Timi (Paphos) — 31 Parzellen (in Erwartung von Genehmigungen für die Bebauungsplanung).
— Dromolaxia (Larnaka) — 26 Parzellen (in Erwartung von Genehmigungen für die Bebauungsplanung).

Der Preis des Landes von KOAG für genehmigte Antragsteller wird etwa 33% (ein Drittel) des aktuellen Marktwerts vergleichbarer Objekte an den genannten Standorten betragen.

Zweiter Kanal: Kommunales Schema des Innenministeriums
Das parallele Programm des Ministeriums sieht die Übertragung von staatseigenen Grundstücken in den Zuständigkeitsbereich der lokalen Behörden vor:
— Die Gemeinden werden auf Grundlage des lokalen Bedarfs und des Wohnungsmangels eigenständig Bewerberpools bilden.
— Das Innenministerium übernimmt die technische Kontrolle und das Verfahren der Parzellierung.
— Die endgültige Zuteilung und die Überprüfung der Kandidaten werden von den lokalen Verwaltungen übernommen.

Die Preisgestaltung im Rahmen des ministeriellen Schemas wird noch strenger sein: Der Preis der Grundstücke wird auf 25% (ein Viertel) der offiziellen Katasterbewertung festgelegt, die von der Abteilung für Grundbesitz und Landvermessung durchgeführt wird.

Umsetzungsfristen:
Den schnellsten Start und die Zuteilung der ersten Parzellen erwartet man auf Seiten der KOAG — vorausgesetzt, die neuen Bezirksverwaltungen finalisieren die Erteilung der städtebaulichen Genehmigungen zügig. Das Programm des Innenministeriums wird mehr Zeit in Anspruch nehmen, da der entsprechende Gesetzentwurf derzeit noch die Phase der interministeriellen Abstimmung und der rechtlichen Prüfung durchläuft.

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